Biotoppflege – Springkraut Bekämpfung

Anbieter:Landesbund für Vogelschutz
Kontaktperson:Simon Weigl
E-Mail:fuerstenfeldbruck@lbv.de
  
Einstelldatum:13.10.2020
Gültig bis:13.03.2021

Einsatzbereich:
Natur & Umwelt

Art der Tätigkeit:
Handwerkliche Tätigkeiten, Unterstützung/Mithilfe

Beschreibung:
Was ist eigentlich Springkraut?

Es gibt verschiedene Arten von Springkräutern. Auf unseren Flächen haben wir fast immer mit dem Drüsigen Springkraut (Impatiens glandulifera) zu tun. Das Drüsige Springkraut kommt ursprünglich aus dem Himalaya und ist eine einjährige Pflanze die bis zu 2,5 m groß wird. Sie blüht von Juni bis Oktober. Die bis zu 4.000 Samen pro Pflanze werden bei der Samenreife bis zu 7 m weit geschleudert und besitzen eine Keimfähigkeit von mehreren Jahren. Das Springkraut wächst gerne auf feuchten Standorten wie Gewässerufern, Graben, Wege- und Straßenrändern sowie lichten Wäldern und Gärten. Problematisch am Springkraut ist, dass es gerne Dominanzbestände ausbildet und die heimische Vegetation dadurch verdrängt wird.

Bekämpfung Springkraut:

Wie wird man das Springkraut also wieder los? Die Wahl der Maßnahmen hängt in erster Linie davon ab, ob es sich um verstreute Einzelpflanzen handelt zwischen denen auch noch andere wertvolle Pflanzen wachsen oder ob es ein Massenbestand ist. Einzelpflanzen oder Pflanzen in nicht mähbaren Bereichen reißt man am besten mit der Hand heraus; das geht relativ leicht, da die Wurzeln sich nicht fest im Boden verankern. Bei einem Massenbestand die Fläche gemäht werden. Die Mahd muss so lange erfolgen, bis nur noch einzelne Individuen des Springkrauts vorhanden sind; diese müssen dann wiederum in Handarbeit einzeln entfernt werden.

Wichtig bei der Bekämpfung des Springkrautes ist, dass die ausgerissenen Pflanzen abtransportiert oder im Gebüsch zum Trocknen aufgehängt werden. Liegengelassene Pflanzen sind in der Lage sich wieder neu zu verwurzeln oder ihre Samen in einer Notreife doch noch auszubilden und zu verstreuen.

Flächenpaten für Springkraut-Einsätze

Auf vielen unserer Flächen sind wir dem Springkraut schon Herr geworden. Auf einigen unserer neuen Flächen haben wir jedoch noch keine Maßnahmen durchgeführt und bei anderen Flächen ist entweder immer wieder eine Nachkontrolle notwendig oder wir bekämpfen den Spenderbestand in der Umgebung, der immer wieder dafür sorgt, dass das Springkraut auf den wertvollen Biotopflächen auftaucht.

Wir suchen jetzt ehrenamtliche Helfer, die nach einer persönlichen Einführung in kleinen Teams von 2-4 Personen eigenständig das Entfernen von Springkraut auf ausgewählten Flächen übernehmen. In einer ersten Aktion wird die Fläche soweit wie möglich von Springkraut befreit, danach sind nur noch Kontrollgänge im Abstand von ca. vier Wochen mit wesentlich geringerem Arbeitsaufwand notwendig. Da das Springkraut eine Samenruhe von mehreren Jahren besitzt, sollten die Kontrollen auch in den folgenden Jahren durchgeführt werden. Die Zeiteinteilung ist den Teams während des Einsatzzeitraums selbst überlassen. Das Ausreißen beginnt ca. Mitte Juni bevor sich die Samen bilden, so dass sich das Springkraut nicht vermehren kann und langsam eingedämmt wird.

Anforderungen / Voraussetzungen:
- Freude an der Natur und am Naturschutz
- eigenständiges Arbeiten
- Körperlich einigermaßen fit sein
- Equipment: Hohe Gummistiefel oder feste Schuhe / Wanderstiefel (je nach Einsatzgebiet), Handschuhe, lange Hosen, Kleidung die schmutzig werden darf, Sonnenschutz, Zecken-/ Mückenspray, Sonnencreme
- Vorerfahrungen sind nicht notwendig!

Zeitlicher Aufwand / Einsatzzeiten:
ab ca. Mitte Juni

circa alle vier Wochen Kontrollgänge

Wir bieten:
- persönliche Einführung in kleinen Teams
- Bewegung an der frischen Luft
- Einblick in einige der wertvollsten Biotopflächen im Landkreis
- Versicherung

Regionale Vorgaben:

Fürstenfeldbruck, Maisach, Schöngeising, Türkenfeld

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